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„So etwas darf es nie wieder geben“
Blick in die Ausstellung. Foto: Brand Von Hubert Brand „So etwas darf es nie wieder geben“, sagte Janosch (Oskar) Weiß im Gespräch mit Anna Lena Schattenhofer bei der Eröffnung der Ausstellung „Nicht ohne uns über uns“ im Bezirksrathaus. Schattenhofer ist bei der VHS in Mülheim für die politische und kulturelle Bildung zuständig.
Janosch (Oskar) Weiß. Fotos: Brand
Anna Lena Schattenhofer. Weiß ist der Vorsitzender der Sinti Allianz Deutschland e.V. und erklärte das Ziel des Vereins. Sinti und Roma sollen akzeptiert werden, dazu sollen die Besucher und darüber hinaus die Bevölkerungsgruppe kennenlernen, nicht nur wie sie andere sehen. Sinti und Roma wollen in dem Prozess auf Augenhöhe beteiligt werden, das bringt auch der Ausstellungstitel zum Ausdruck. Die Ausstellung ist das Resultat eines partizipativen Projekts, dabei hatten Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 24 Jahren Nachfolgegenerationen von Sinti und Roma zu deren Lebens-, Verfolgungs-, Widerstands- und Leidensgeschichten interviewt. Die Ausstellung verteilt sich auf das zweite und vierte Obergeschoss und präsentiert die Ergebnisse auf großen Tafeln in großer Intensität. Robert Wernicke, Sohn von Weiß, empfiehlt den Besuchern sich die Ausstellung mehrfach anzusehen und immer nur einen Teil vorzunehmen. An den Tafeln hänge doch der Schweiß des Aufbaus sagte Schattenhofer. Nachdem der Förderantrag eine Absage erhalten, habe sie in den letzten vier Wochen sich für eine Realisierung eingesetzt und suchte unter anderem Geldgeber und klärte den Versicherungsschutz ab. Sie lobte in diesem Zusammenhang die Community in Mülheim. Im Bezirksrathaus können allerdings nicht alle Tafeln gezeigt werden, dass wird wieder im Herbst im Kulturbunker geschehen. Die Sinti Allianz Deutschland NRW e.V. und die Kölner VHS laden alle Interessierten ein, mit den Sinti und Roma in Kontakt zu kommen. Zwei Tage nach der Eröffnung lud Sinti Allianz Deutschland NRW e.V. gemeinsam mit Maro Drom zur Gedenkveranstaltung „Niemals wegschauen!“ ein. Es gab einen Gedenkmarsch und eine Kundgebung am Mahnmal am Kennedy-Ufer in Deutz. Es spielte das Markus-Reinhardt-Ensemble und gab mehrere Wortbeiträge unter anderem von SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Christian Joisten.
Auch Christian Joisten (SPD) hielt eine Rede.
Markus Reinhardt spielte mit seinem Ensemble.
Zum Abschluss der Kundgebung wurden weiße Rosen auf dem Denkmal abgelegt. Fotos: Brand | |||||