Bombenfund an der Mülheimer Brücke

Evakuierungen für die Bombenentschärfung starten Dienstagfrüh

Die 20-Zentner-Bombe, die am 14. Juli 2014 linksrheinisch an der Mülheimer Brücke gefunden wurde, soll am Dienstag, 15. Juli 2014, vor Ort entschärft werden. Die Bombe amerikanischer Bauart mit Aufschlagzünder ist bei vorbereitenden Arbeiten der Rheinenergie Köln in den Rheinwiesen wenige Meter südlich der Brücke entdeckt worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf hat einen Evakuierungsradius von rund 800 Metern festgelegt.


Der Bereich umfasst im Norden den Hafen Köln-Niehl 1. Die Linie überquert dann östlich Am Mohlenkopf und verläuft über einen Fußweg durch das Cranachwäldchen zum Rheinufer. Am rechten Rheinufer verläuft sie nördlich des Rhein-Gymnasiums, stößt auf die Düsseldorfer Straße und folgt dieser südlich weiter über Wallstraße und Windmühlenstraße unter Einschluss beider Straßenseiten bis zur Danzierstraße. Auf dieser geht es weiter nach Süden über die Deutz-Mülheimer Straße, von da nach Westen in den Auenweg und weiter nördlich über die Hafenstraße bis in Höhe der Danzierstraße. Linksrheinisch trifft sie in Höhe der Leidener Straße auf das Oberländer Ufer (B 55). Weiter geht es über Leidener Straße nach Norden quer durch den Zoo (hier nur Verwaltungsräume betroffen) zur Pionierstraße. Von dort ein Stück westlich zur Stammheimer Straße und dieser nach Norden folgend zur Boltensternstraße und dann weiter bis zum Niehler Hafen.


Betroffen von der Evakuierung in den Stadtteilen Riehl, Niehl und Mülheim sind rund 8.200 Personen, hinzu kommen weitere rund 1.300 Personen aus den Wohnhäusern der Sozial-Betriebe Köln (SBK), Boltensternstraße.


Die beteiligten städtischen Ämter, die Polizei Köln, der Kampfmittelbeseitigungsdienst und weitere Institutionen und Organisationen haben am heutigen Montag die notwendigen Schritte für den Dienstag festgelegt und soweit wie möglich vorbereitet. Daraus ergeben sich folgende Einzelheiten: Die Stadt Köln wird am Dienstag ab etwa 6 Uhr damit beginnen, die Bewohner in den betroffenen Bereichen über die Evakuierung zu unterrichten. Die Bewohner des Axa-Hochhauses am Niederländer Ufer, der Jugendherberge Riehl und der Wohnbereiche in Mülheim werden noch heute Abend über die Räumung am Dienstag informiert.


Bis um 9 Uhr soll der gesamte zu evakuierende Bereich verlassen werden. Ab etwa 9 Uhr werden auch die Straßensperrungen eingerichtet.
Die Mülheimer Brücke soll so lange wie möglich für den Verkehr zur Verfügung stehen. Während der Entschärfung der Bombe muss jedoch auch sie zwischen Wiener Platz und Boltensternstraße gesperrt werden. Auch der Schiffsverkehr wird zum Zeitpunkt der Bombenentschärfung angehalten.
Das Ziel ist, bis gegen 15 Uhr alle Bereiche geräumt zu haben, so dass die Entschärfung der Bombe in den Nachmittagsstunden erfolgen kann.
Während der Entschärfung der 20-Zentner-Fliegerbombe an den Rheinweisen unterhalb der Mülheimer Brücke stehen für die Anwohnerinnen und Anwohner aus Mülheim, die am Dienstag, 15.Juli 2014, ihre Wohnungen verlassen müssen, Räumlichkeiten im und am Bezirksrathaus Mülheim, Wiener Platz 2, zur Verfügung. Dort können sie Getränke und Verpflegung erhalten und erhalten auch aktuelle Informationen über den Stand der Arbeiten.


Die Bewohner der Sozialbetriebe Köln werden von der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen in eine vorübergehende Unterkunft gefahren und dort betreut. Besonders Pflegebedürftige werden in Krankenhäusern untergebracht. Aus diesem Grund wird es im Bereich Riehl und Mülheim am morgigen Dienstag zu vielen Fahrten von Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn kommen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich rund um die Mülheimer Brücke auf beiden Seiten des Rheins möglichst zu meiden.
Für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Boltensternstraße stellt die Stadt Köln eine Ausweichräumlichkeit zur Verfügung und betreut die Personen dort.
Der Kinderkultursommer am Dienstag in einem Grüngelände in der Straße An der Schanz stattfinden sollte, musste abgesagt werden.

Evakuierungsgebiet
Quelle Stadt Köln

 
19. Mai 2024

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